Rainer Maria Schießler

Rainer M. Schießler: Himmel, Herrgott, Sakrament!
In einer Zeit, in der so viele Menschen wie nie die katholische Kirche verlassen, gelingt es dem bundesweit bekannten Münchner Stadtpfarrer, dass seine Gemeinde wächst und sich für den Gottesdienst begeistert. Sein Rezept lautet schlicht und einfach: Klartext. Seine Predigten zu Ökumene und Zölibat werden nicht selten beklatscht. Schließler pflegt einen eigenen Stil: so segnet der leidenschaftliche Motorradfahrer in seiner Gemeinde im Frühjahr die Maschinen der Väter und die Bobbycars der Kleinsten, einmal im Jahr gibt es einen "Viecherl-Gottesdienst", zu dem die Gläubigen Hund, Katze oder Meerschwein mitbringen dürfen und an Heiligabend lässt er einen DJ auflegen und schenkt Sekt aus – schließlich wird der Geburtstag Jesu gefeiert. "Du musst die Leute mögen", "Liturgie darf nicht wehtun" und "Sakramente musst du spüren" lauten einige seiner Leitlinien, die sich herauskristallisiert haben. Das Bedürfnis nach Glauben sei bei den Menschen da, doch sie fühlten sich von der Kirche nicht mehr berührt, hat der 55-Jährige im Laufe der Zeit die Erfahrung gemacht. Geprägt haben ihn immer wieder markante Priesterpersönlichkeiten, die ihm den Weg wiesen. Will die Kirche sprachfähig und glaubwürdig sein, dann braucht sie Temperamente wie Rainer Maria Schießler. »Auftreten statt austreten«, so lautet sein Appell und der Erfolg gibt ihm recht. Rainer Maria Schießler ist Pfarrer aus Leidenschaft. Seit 1993 Stadtpfarrer in St. Maximilian im Glockenbachviertel - und seit 2011 auch noch "Nebenbei-Pfarrer" wie er es nennt, in Heilig Geist, einer der wohl schönsten Kirchen Münchens, direkt am Viktualienmarkt. Von 2006 bis 2012 und wieder seit 2015 arbeitet er als Bedienung im Schottenhammel auf dem Münchner Oktoberfest; seinen Verdienst spendet er wohltätigen Zwecken. Seine Talkshow „Pfarrer Schießler“ wird seit Dezember 2012 in unregelmäßigen Abständen im BR ausgestrahlt.

Cover

 

»Auftreten statt austreten« - lautet der Appell von Rainer Maria Schießler. In einer Zeit, in der so viele Menschen wie nie die katholische Kirche verlassen, gelingt es dem bundesweit bekannten Münchner Stadtpfarrer, dass seine Gemeinde wächst und sich für den Gottesdienst begeistert. Sein Rezept heißt Klartext. Oft werden seine Predigten zu Ökumene und Zölibat beklatscht. Er pflegt eben einen ganz eigenen Stil: im Frühjahr segnet der leidenschaftliche Motorradfahrer in der Gemeinde die Maschinen der Väter und die Bobby-cars der Kleinsten, an Heiligabend lässt er einen DJ auflegen und schenkt Sekt aus - schließlich wird der Geburtstag Jesu gefeiert. Will die Kirche sprachfähig und glaubwürdig sein, dann braucht sie Temperamente wie Rainer Maria Schießler. Sein Buch steht unter dem Baldachin seiner Osterbotschaft von 2015 »Mut zur Veränderung« und benennt die heiklen Themen innerhalb der katholischen Kirche, die seiner Meinung nach zu einem Glaubwürdigkeitsverlust geführt haben.

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